Gedanken am 12. Juni

Ein alter Ausspruch besagt, nichts sei sicher ausser dem Tod
und dem Steuerbescheid. Nichtsdestoweniger betrachten
viele Menschen Tod und Krankheit als Ausdruck psychischen
oder spirituellen Versagens. Diesem Irrglauben zufolge
würden wir zeit unseres Lebens vollkommen gesund
bleiben und ein biblisches Alter erreichen, wenn wir nur
»richtig dächten« oder aber zur vollkommenen Erkenntnis
unseres Einsseins mit Gott gelangten. Ja, vielleicht würden
wir dann sogar leibhaftig in eine andere Dimension aufsteigen
und nichts als ein Häufchen Haare und Fingernägel
zurücklassen. Sicher, einige wenige Heilige sollen tatsächlich
so aus der Welt geschieden sein, aber die meisten von
ihnen sterben auf eine weit gewöhnlichere Weise. Die heilige
Bernadette starb im Alter von 33 Jahren an Knochenkrebs,
und an der gleichen Krankheit starb auch der grosse
indische Heilige Ramana Maharshi. Der Buddha starb 81jährig
an einer Nahrungsmittelvergiftung – zuvor aber dankte
er dem Koch für die Mahlzeit, die ihm die Gelegenheit
gegeben habe, ein Leben, das seinen Zweck erfüllt hatte, zu
beenden.
Tempelarbeit
Gedankt sei Dir, Göttlicher Geliebter, für diesen Frühlingsmorgen.
Rings um mich herum steht die Erde in voller
Blüte, und Deine Lebenskraft segnet und fördert alle Wesen
und Dinge. Mögen Uriel und die Engel der Klarheit mir
helfen zu erkennen, dass Deine Lebenskraft auch mich segnet
und dass alles, dessen es zu meiner Heilung bedarf, mir
bereits gewährt worden ist. Hilf mir, für alle Möglichkeiten
offen zu sein und meine Lebensspanne, wie lang oder kurz
sie auch sein mag, mit Dankbarkeit zu durchleben.

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