Warum bin ich ein Tempelritter?

Aus religiöser Sicht, bin ich ein Templer, weil…

… es das Beste auf der Welt ist, das es gibt. Ich bekam auf Grund meiner Entscheidung:

1. eine neue »GEBURTSURKUNDE«: »Ihr seid ja von neuem geboren worden. Dazu kam es nicht durch die Zeugung eines sterblichen Menschen, sondern durch den Samen des unvergänglichen, lebendigen und bleibenden Wortes Gottes« ( 1 . Petrus 1,23);

2. den »ERBSCHEIN« Gottes: »So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind« (Römer 8 , 1 6 ) ;

3 . die »GARANTIEERKLÄRUNG« Gottes: »Es gibt… kein Verdammungsurteil mehr für die, die mit Jesus eins sind« (Römer 8,1);

4. eine »QUITTUNG« für die Bezahlung meiner Sünden durch Jesus: »Ihrer Sünden und Ungerechtigkeiten werde ich nie mehr gedenken« (Hebräer 10,17). »Gott hat ausgelöscht den uns entgegen stehenden Schuldbrief« (Kolosser 2,14);

5. Meine »LEBENSVERSICHERUNG«: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt« (Johannes 11,25);

6. Meine »VERSICHERUNGSPOLICE« gegen Diebstahl: »Niemand wird sie aus meiner Hand und aus der Hand meines Vaters rauben!« (Johannes 10,27-30);

7. Meine »ALTERSVERSICHERUNG«: »Und bis in euer Greisenalter bin ich derselbe und bis zu eurem grauen Haare werde ich euch tragen. Ich selbst werde tragen und erretten! spricht der Herr« (Jesaja 46,4);

8. Meine »RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG«: »Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, welcher rechtfertigt, wer ist es, der verdamme?« (Römer 8,33-34);

9. Meine »SIEGESURKUNDE« : »Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus!« ( 1 . Korinther 15,57).

Nur durch die Umkehr zu ihm wird die oben stehende Liste auch für Sie gültig. Apostelgeschichte 21,27-40

Eine Darstellung vom Templer Komtur Johann von Merkenstein

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Immer wieder erleben wir, dass ein Mann vom Rednerpult herunter erklärt, warum er Katholik, Paptist, Lutheraner, Freimaurer oder sonst was ist. Schon oft sind wir deshalb auch von unseren Ordensmitgliedern und Schülern gebeten worden, ihnen eine Handhabe zu geben, die erklärt, warum wir den Lehren der Templer folgen, die durch den Alten Souveränen Templer Orden verbreitet werden und diese Lehren den anderen vorziehen. Deshalb möchte ich versuchen, die Gründe darzulegen, die mich bewogen haben, Templer zu werden. Aber unsere Ordensmitglieder und Studenten werden ohne Zweifel viele andere und bessere Gründe finden und können sie dann selbst dem hinzufügen, was hier gesagt wird.

Wir gehen davon aus, dass sich das wirkliche Leben sicher nicht ausschließlich auf einen intellektualistisch- wissenschaftlichen Standpunkt berufen kann, auch dem Gefühlsstandpunkt ist Rechnung zu tragen. Alles was die Seele an Tatsächlichkeiten enthält, kommt auch zur Wirkung.

Es handelt sich aus unserer Sicht nicht um irgendeine allgemeine menschliche Seele, sondern um die des individuellen Menschen mit den mannigfaltigsten Problemen, die eine Seele unmittelbar bedrängen.

Eine Geisteshaltung, die bloß den Intellekt befriedigt, bleibt fragmentarisch, denn das ganze ICH kann vom Intellekt allein nie erfasst werden.

Wenn nun Intellekt und Gefühl walten, so hat die Seele doch nur einen einzigen Ausdruck, der ihr Ganzes umfasst, die Weltanschauung des speziellen Individuums.

Je länger wir in die Schule gegangen oder im Beruf aufgegangen sind, je mehr wir über den diversen Büchern gesessen sind, umso intensiver trainieren wir die rein intellektuelle Denkweise. Alles muss mit Logik erfassbar, beweisbar und wiederholbar sein. Wie sagte doch der Apostel Thomas? „Wenn ich nicht die Wundmale sehe und meine Hand in die Seite legen kann, dann glaube ich nicht!“

Auch einem Tempelritter fällt nichts in den Schoß, er muss hart an sich arbeiten, um die hohen Ziele zu erreichen. Es ist wie eine Rüstung ablegen und eine andere anlegen. Dazu gehört sein stetes Bemühen und, als nicht zu unterschätzende Hilfe, die brüderliche Wärme der Ritterrunde, zu der er mit seiner Aktivität selber beiträgt.

Die Ziele der Templer zu bestimmen ist deshalb so schwierig, weil jeder Ritter schon einige davon erreicht haben kann und in der Folge für jeden unterschiedliche Ziele offen sind, die er selbst erkennen muss.

Einige der Ziele mögen wir als Teilziele oder Wegweiser betrachten, die auf dem Weg zu den persönlichen Zielen erreicht werden müssen.

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Welche Ziele habe ich bisher im Templer Orden erfahren?
Wenn wir aus diesem Angebot Ziele für schon erreicht halten, so überdenken wir, dass jedes dieser Ziele verschiedene Niveaus hat und das Templer Niveau weit oben auf dieser Stufenleiter zu finden ist. Ein wünschenswertes Niveau für viele von uns ist das Gleichziehen unserer inneren Entwicklung auf den Stand der Intellektualität.
Kann ich das für mich allein in meiner Kammer bewerkstelligen? Brauche ich überhaupt dem Templer Orden dazu?

Der Orden bietet ein vielschichtiges geistiges Betätigungsfeld für jegliche Interessen. Er bietet auch das wirksame Instrumentarium an, das sich anders darstellt als das des Intellekts. Die Ritterrunde als Nährboden lässt uns oft erst Ziele erkennen, die wir bisher für wenig wichtig erachtet haben. Die Mitglieder des Ordens, die sich weiterentwickeln, schaffen auch ein Klima, in dem erst das Erreichen höherer Ziele möglich wird.

Alle Dinge müssen es ertragen, von zwei Seiten betrachtet zu werden. Eine Bewertung ist nur nach eingehender Prüfung zulässig. Geduld und Ausdauer vermeiden ungerechtfertigte, negative und zu billige Urteile. Diese Geistesarbeit führt unausweichlich zu menschlichen Auseinandersetzungen zwischen dem ICH und dem DU.

Niemand rührt Gold oder Gift an, ohne etwas davon abzubekommen und ohne es immer zu wollen, obwohl es im Sinne des Lebens nicht negativ ist. Dabei wird der beteiligte Mensch vollständig erfasst. Ein alter Alchemist sagte: „Ars totem requirit hominem“ (Die „Kunst“ verlangt den ganzen Menschen)

Der ganze Mensch ist gesucht, nicht nur sein Intellekt oder seine Stellung:
Der richtige Weg zur Ganzheit besteht aus Um- und Irrwegen, einer gegensatzverbindenden langen Schlangenlinie, auf der wir zu „schwerzugänglichen“ Erfahrungen kommen.
Die Ganzheit, die viele in der Wirklichkeit des Lebens bewusst oder unbewusst im weiten Bogen umgehen, sollte ein Ziel der Entwicklung und Erhöhung des eigenen inneren Menschen sein.

Es bedarf, egal ob das Ziel ganz erreicht wird, einer gewaltigen, auch moralischen Anstrengung, die zumindest die Ahnung der Ganzheit erleben lässt.

Das Auge hat sie noch nicht gesehen und das Ohr noch nicht gehört – die Wunder, die uns harren – aber Oliver Wendell Holmes hat ein wenig von dem, was wir erwarten können, in den folgenden Worten ausgedrückt:
„Bau dir noch größere Burgen meine Seele! Und wenn das schnelle Leben hin, verlasse dein zu klein gebautes Haus. Lass jeden Tempel besser sein als vorher, bis endlich du bist frei. Dein ausgewachsenes Haus lass ruhen dann, am nimmermüden Lebenstrand“.

Weil uns nun die Philosophie der Templer eine die Seele so zufriedenstellende Lehre über das Leben gibt und andere, die wünschen, daran teilzunehmen, einlädt, ihren Segen zu erkennen, darum ziehe ich sie anderen Systemen vor.